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Papua
Explorer Tours & Expeditions
Zum 100.Geburtstag von Heinrich Harrer wurde dieser Film vor 3 Jahren gemacht. Die Expedition nach Jae-Li-Me war für Harrer eine der schwierigsten und gefährlichsten seines Lebens. Beim ersten Versuch, diesen traditionellen Steinbruch der Eingeborenen im westlichen Hochland von Papua-Neuguinea zu erreichen, stürzte er ab und konnte nur mit viel Glück geborgen und gerettet werden. Erst beim 2.Anlauf erreichte Harrer sein Ziel. Sehr gut beschrieben ist diese Geschichte in seinem Buch "Ich komme aus der Steinzeit". Dr. Werner Weiglein hat diesen legendären Steinbruch, wo noch heute mit steinzeitlichen Methoden gearbeitet wird, schon zweimal auf unterschiedlichen Routen unter extremen Schwierigkeiten erreicht. Der Film begleitet die Tour auf der sogenannten "Süd-Route". Jae ist der Name eines tosenden Gebirgsflusses, der sich in Richtung Norden in das riesige Sumpfgebiet des Mamberamo-Flusses ergießt. Auf seinem Weg durch das Gebirge hat der Jae-Fluss tiefe Felsschluchten geschaffen, an denen die Eingeborenen seit altersher mit Feuer, das sie auf großen Holzgestellen entfachen, den harten begehrten Stein brechen. Die abgeplatzten Steinplatten werden sortiert und in monatelanger Handarbeit am Flussufer zu wertvollen Stein-Handelsobjekten geschliffen. Insbesondere die Herstellung von verschiedenen Steinaxtklingen ist legendär, wurden doch deren Handelswege bis weit in den Osten der Insel (etwa 1.500km) nachgewiesen. Aber auch die Produktion von Amputationsmessern und Hochzeitssteinen ist bis heute wichtig, da die extrem harten Steine vom Jae-Fluss bei Hochzeiten als Tausch- und Wertobjekte unerlässlich sind. Es gibt noch andere traditionelle Steinbrüche dieser Art in Neuguinea, aber Jae-Li-Me ist mit Abstand bis heute die bedeutendste steinzeitliche Werkstatt. Auch unsere Expedition vor 3 Jahren war schwierig und mehrmals standen wir kurz vor dem Scheitern: Aufgebrachte Eingeborene, die im Streit mit ihren Nachbarn lagen verweigerten uns die Passage ihres Stammesgebietes; fehlende Brücken über tiefe Schluchten forderten unseren ganzen Mut; ein brutales Wegprofil durch beinahe weglose Bergregenwälder machte uns mürbe, aggressiv und launisch. Da unser Satellitentelefon nach drei Wochen kaum mehr Leistung hatte, hätten wir es um ein Haar nicht geschafft, der Mission unsere Abholposition mitzuteilen. Es war verdammt knapp. Nur etwa 5 Worte konnte ich damals über das Radio sagen, bevor das Gerät tot war! Nicht auszudenken, was passiert wäre, hätte diese Rückmeldung nicht erfolgen können! Die Abholung aus der Luft hätte sich um viele Tage, ja Wochen, verzögert. Und wir alle waren kaputt und am Ende unserer Kräfte! |
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